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                Tanzinfos

balinesischer Tanz - die Augenbewegung

 

 

 

 

 

balinesischer Tanz - Gestik und Mimik

 

 

balinesischer Tanz - Augenbewegung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

betende Balinesen im Tempel

 

 

 

 

 

Tänze, Musik und Drama haben eine große Bedeutung im Leben der Balinesen. Es ist jedoch unmöglich alle tänzerischen und musikalischen Formen zu beschreiben, beziehungsweise exakte, allgemein gültige Informationen zu erhalten, zu vielfältig sind die Variationen. Die Tänze sind nach ihrer Funktion bei den Zeremonien und Rituale sowie dem Grad ihrer Säkularisation zu kategorisieren:

Wali (heilige Tänze), Bebali (Opfertänze), Balih-Balihan / Tontonan (neue / moderne Tänze)

Die Tänzer und Tänzerinnen genießen großes Ansehen, normalerweise verdienen sie mit ihrem virtuosen Vermögen kein Geld, jedenfalls nicht bei den traditionellen Tänzen in den Tempeln.

Das Tanztraining auf Bali ist sehr anstrengend und intensiv, es beginnt in frühester Kindheit. Grundstellungen und Ausgangspositionen werden geübt, die Bewegungen von Händen, Kopf und Augen werden trainiert, die gesamte Mimik geschult. Jede Bewegung hat eine besondere Bedeutung und ist von der Choreographie, die nur mündlich tradiert wird, vorgegeben.

Tanzaufführungen in Bali sind generell an festliche Ereignisse gebunden. Selbst die eigens für Touristen inszenierten Tanzdramen werden sehr ernst genommen.

Die häufigsten Anlässe jedoch bilden Tempelfeste und Übergangsrituale wie z.B. Geburt, Drei-Monatszeremonie (Metelu Bulanan), Zahnfeilzeremonie (Potong Gigi), Hochzeit und der Tod (Verbrennungszeremonie / Ngaben).

Eine Ausnahme stellt der Joget Tanz dar. Der Joget Tanz ist eher ein erotischer Tanz, er dient dem Amüsement der Dorfjugend, das Publikum wird in das Spiel integriert. Die Joget Ensembles sind feste Gruppen, die aus den Gamelanspielern und den Tänzerinnen bestehen.

Balinesische Tänze und Dramen sind immer gelungene Inszenierung aus erhabener Zeremonie und Volksbelustigung, weit über 200 unterschiedliche Arten sind bekannt.

 

  • Heilige Tänze (Wali), oftmals mit exorzistischem Charakter. Diese Tänze, immer als Bestandteil rituell religiöser Zeremonien im innersten Tempelbereich (Jeroan) oder bei Totenverbrennungen (Ngaben) aufgeführt, dienen der Kommunikation mit den Göttern, sie sind fester Bestandteil der Zeremonien und manchmal auch als Opfer gedacht. Sie werden normalerweise von jungen Mädchen aufgeführt, welche noch nicht ihre erste Menstruation hatten.

    Es sind zumeist Reihen- oder Kreistänze, die eine weniger intensive Tanzausbildung erfordern.

    Es kommt bei den Trancetänzen vor, daß auch anwesende Zuschauer in Trance fallen. Diese, wie auch die Tänzer, werden dann von den anwesenden Priestern behutsam aus der Trance zurückgeholt.

    Zu den Tänzen der Wali Kategorie gehören unter anderen der Rejang, der Pendet, der Baris Gede.

     

  • Die Tänze der Bebali Gruppe werden grundsätzlich nur im Rahmen von Ritualen aufgeführt. Es sind Opfertänze und Tanzdramen, die sowohl in den Tempelanlagen im mittleren Tempelhof (Jaba Tengah) und in den Puris (Fürstenpalästen) inszeniert werden. Sie kommen vorwiegend in Verbindung mit Übergangsriten vor.

    Musiker und Tänzer der Bebali Aufführungen sind nicht Mitglieder der Dorfgemeinschaft, sondern vielmehr Mitglieder eines Ensembles, welches sich spezialisiert hat.

    Hierzu gehören das Wayang Lemah, es wird tagsüber ohne Leinwand aufgeführt, das Gambuh Theater sowie der Topeng (Masken) Tanz.

     

  • Balih-Balihan / Tontonan sind moderne, neu gestaltete Tänze, sie sind „verweltlicht“, haben sich aus teilweise Jahrhunderte alten Tanzdramen entwickelten, unterliegen aber einer ständigen Wandlung. Sie führen zu immer neuen Variationen, bzw. vollkommen neu choreographierte Dramen, die meist an der Akademie für Tanzkunst (ISI, ehemals ASTI) in Denpasar, Bali kreiert werden.

    Diese Tänze haben oft auch religiöse Bedeutung und werden dann auch im Tempelvorhof (Jaba) aufgeführt, aber auch auf der Bühne vor zahlendem Publikum.

    Zu den Balih-Balihan Tänzen zählen der Legong Keraton, der Kecak, der Janger Gesang, der Baris, der Joged, der Kebyar und viele mehr. Auch das Schattenspieltheater „Wayang Kulit“  gehört zu dieser Gruppe, es wird traditionell Abends / Nachts im Schein einer Öllampe hinter einer Leinwand gespielt, moderne Ensembles bedienen sich mittlerweile modernster Technik, so gibt es "Wayang Kulit Innovativ" mit Lasershow Einlagen.

 

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Baris  ۞ Cendrawasih  ۞ Jauk  ۞ Joged Bungbung  ۞
Kebyar Duduk  ۞ Legong  ۞ Manuk Rawa Margapati  ۞
Oleg  ۞ Panji Semirang  ۞ Panyembrama  ۞ Pendet    ۞
Rejang Dewa    Sekar Jagat  ۞ Taruna Jaya Topeng Tua